Prana, Stimmfrequenz und Emotion - Mag. Elisabeth Mödritscher-Reinsperger

Prana, in Indien mit Atem und im weiteren Sinne auch mit Lebensenergie übersetzt, ist die Basis für die Entstehung eines Klangs der menschlichen Stimme. Eigene Übungen für den Atem bzw. bestimmte Atemtechniken werden Pranayama genannt und sind wichtiger Bestandteil des Yoga. Sie wirken sowohl auf den körperliche, geistige und emotionale Ebene.

In Indien gibt es neben dem Ein- und Ausatmen noch einen weiteren wichtigen Bestandteil im Atemvorgang, nämlich die Atempause, auch Kumbakam genannt. Diese tritt sowohl nach dem Ein- als auch nach dem Ausatmen auf. In dieser Atempause verfügen wir über eine besonders hohe Konzentrations- und Aufnahmefähigkeit und auch die Balance der Atempause im Verhältnis zum Atmen selbst ist wichtig für unser körperliches Wohlbefinden.

Das Prana kann auch in zehn verschiedene Arten eingeteilt werden, nämlich in fünf Haupt- und fünf Nebenpranas, und jede Art wirkt auf eine bestimmte Körperregion. Damit die Pranas ihre Wirkung entfalten können, wird ein korrekter Atem benötigt.

Die Pranas verlaufen außerdem in Energiebahnen, den Nadis, durch den ganzen Körper und verfügen über unterschiedliche energetischer Schwingungsdichte. Die drei Hauptnadis sind Sushumna, Ida und Pingala. Sie kreuzen sich mehrmals auf Höhe des Herzen und stehen deshalb in enger Verbindung mit den 22 Nadis, die im Bereich von Nabel bis zur Stirnmitte liegen. Da die Höhe der Stimme abhängig von Druck, Geschwindigkeit und Menge der Atemluft ist, wird je nach Ausprägung diese drei Parameter ein Ton erzeugt und zugleich auch ein bestimmter Punkt an ein einer der 22 Nadis berührt, dieser Punkt wird auch als Shruti bezeichnet. Eine Oktave besteht im Indischen somit aus 22 Shrutis, also feinen Tondistanzen, während sie sich in unserem westlichen Notensystem aus lediglich 8 Ganz- bzw. 12 Halbtonschritten zusammensetzt.

Durch unser Atemmuster wird das Prana in Bewegung versetzt und dies ist wiederum die Basis für das Zusammenwirkung von Körper, Geist und Seele und Teil dessen ist auch die menschliche Stimme. Umgekehrt bedeutet dies ebenfalls, dass Emotionen auf die Frequenzen der Stimme Einfluss nehmen, indem sie je nach körperlicher Stelle, an der die Emotion wahrgenommen wird, das Atemmuster und somit auch die Stimmhöhe verändern.

Dies alles ist Grundlage und Erklärung für die Stimmübungen im Nada Brahma System und deren Wirkung auf die physische, mentale und emotionale Ebene des Menschen.

Mag. Elisabeth Mödritscher-Reinsperger

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